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Investitieren in Afrika - keine Angst

Investieren in Afrika - MombasaViele kennen Afrika nur unter der Überschrift "arm und chaotisch". So verpassen viele deutsche Unternehmen und Investoren milliardenschwere Geschäfte auf dem boomenden Kontinent. Chinesische Unternehmen und Investoren zeigen es denn Europäern. 

Afrika boomt

Die Nachricht ist klar: Afrika boomt. Nach Angaben der Vereinten Nationen erreichten 2012 die ausländischen Direktinvestitionen eine Höhe von 50 Milliarden US-Dollar. Aus Deutschland kommt aber nur ein kleiner Anteil. Viele deutsche Unternehmen und Investoren scheuen Investitionen, weil sie den Kontinent nur als Krisen- und Chaosherd wahrnehmen.

Viele der weltweit am schnellsten wachsenden Entwicklungs- und Schwellenländer in Afrika bieten erhebliche Investmentchancen. Die meisten liegen südlich der Sahara und haben beeindruckendes Potenzial. Indizien für das stetige Wachstum sind ein steigendes Pro-Kopf-Einkommen und eine wachsende Arbeiterklasse sowie Mittelschicht. Beide verfügen über ein steigendes verfügbare Einkommen und  die weltweit am schnellsten wachsende Bevölkerung.

Eine Vielzahl der Investitionen galt früher ausschließlich der Rohstoffindustrie. Dies hat sich zugunsten Infrastruktur- und Dienstleistungsprojekten verändert. Politisch und wirtschaftlich ist die Region als stabil einzuordnen, auch wenn es Defizite gibt im Bereich von politischen Strukturen und Demokratieausprägung. Mit jeder Verbesserung dieser Defizite verbessert sich die Basis für Investitionen.  

Geringer Anteil der deutschen Wirtschaft und China investiert in Infrastrukturprojekte

China hat die USA als größten Handelspartner Afrikas abgelöst und mehr als 2000 chinesische Firmen sind in 50 von  54 afrikanischen Staaten tätig. China will in nur 2 Jahren, zwischen 2013 und 2015, fast 20 Milliarden US-Dollar in Afrika in Infrastrukturprojekte investieren. Laut Weltbank, verfügt Afrika über die schlechteste Infrastruktur weltweit und der Bedarf an Straßen, Flughäfen, Schiffshäfen und Eisenbahnlinien ist gewaltig. Günstige Kredite der Chinesen werden durch Zugänge zu Rohstoffen kompensiert.

In Afrika hat die deutsche Wirtschaft einen Marktanteil von zwei Prozent, gegenüber acht Prozent weltweit. Deutsche Unternehmen können sich gegen diese harte Konkurrenz, auch mit einem höheren Preises, durchsetzen, denn es ist bekannt, dass deutsche Unternehmen gute Produkte anbieten und außerdem grundsätzlich neue Jobs vor Ort schaffen. Sie bilden in der Regel lokale Personal aus und stellen so den Wissenstransfer her. Dies ist in den Augen der afrikanischen Regierung sehr wertvoll geworden.

Persönliche Kontakte helfen deutschen Unternehmern 

Persönliche Kontakte sind in Afrika immer noch sehr wichtig, um Geschäfte anzubahnen. Dazu gehört auch die Verlinkung zu lokalen und staatlichen Stellen und Vertretern, die meist wegweisende Entscheidungen unterstützen.

 

 

 

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Knut Haake Autor

 

Artikel vom: 08.06.2014

Autor: Knut Haake

 

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