Anleihen oder Bonds (engl.)

Anleihen sind typisches Mittel zur Beschaffung von Fremdkapital für Unternehmen. Sie verbriefen einen Rückzahlungsanspruch und Zinszahlungen sind als Entgelt für die Überlassung des Kapitals definiert und verbrieft. Aktionäre werden mit Erwerb von Aktienpapieren (Mit-)Eigentümer des Unternehmens aber Inhaber von Anleihen  haben den Status von Gläubigern. Anleihen werden öffentlich aufgelegt, um genug Zeichner / Gläubiger für die Kapitalüberlassung zu finden. Anleihen haben unterschiedliche Konditionen und sind individuell aufgelegt. Sie unterscheiden sich durch unterschiedliche Laufzeiten oder den Renditen bis hin zu Währungen.

1.

 

Anleihen über Crowdfunding für Unternehmen | Crowdinvesting Plattform zu zeichnen

Als Pioneer bietet die DEUTSCHE MIKROINVEST als vertraglich gebundener Vermittler Anleihen im Crowdinvesting über ihre Plattform an. Private Investoren können nun Vermögensanlagen und Wertpapiere über die Crowdfunding Plattform WpHG konfom zeichnen.

     

2.

 

Anleihen - Schuldverschreibung | Forderungswertpapiere | Renten | Obligationen | Bonds

Anleihen werden auch bezeichnet als Bonds (englisch) , Renten oder Obligationen. Sie werden von Unternehmen, Kreditinstituten oder auch Staaten begeben. Der Verkauf läuft über Banken und über die Börse. Emittenten beschaffen sich über die Ausgabe von Anleihen Fremdkapital. Es handelt sich in der Regel um langfristige Finanzierungen.

  • Anleihen sind verzinsliche Wertpapiere
  • Der Emittent ist Herausgeber der Anleihe
  • Er nimmt am Kapitalmarkt mit der Anleihe einen Kredit beim Käufer der Anleihe auf
  • Der Käufer erhält über die Anleihe eine Schuldverschreibung des Herausgebers und hat somit eine Geldforderung. Deswegen auch der Name Forderungswertpapiere
  • Anleihen werden am Rentenmarkt gehandelt
  • Der Anleger kauft keine Stückzahl sondern einen Nominalbetrag.
  • Der Kurs von Anleihen wird immer als Prozentbetrag des Nominalwertes der Anleihe ausgedrückt. Notiert eine Anleihe z.Bsp. bei 105 Prozent, müssen Käufer 105 Prozent des Nominalwerts der Anleihe zahlen. Der Emittent der Anleihe zahlt am Ende der Laufzeit 100 Prozent des Nominalwerts der Anleihe an die Anleger zurück.
  • Die Anleihen sind stimmrechtslos
     

3.

 

Bedingungen und Konditionen der Anleihe

Alle Konditionen werden vor der Emission festgelegt
  • Verzinsung
  • Laufzeit der Anleihe
  • Tilgung
     

4.

 

Vier verschiedene Kupontypen bei Anleihen

Bei Anleihen kann man zwischen folgenden Arten der Verzinsung unterscheiden. Es gibt vier Kuponstypen.

  • Straight Bonds, festverzinsliche Anleihen mit konstanter Verzinsung über die gesamte Laufzeit
  • Floater, Anleihen mit variabler Verzinsung während der Laufzeit – der Zinssatz ist abhängig vom Referenzzinssatz
  • Stufenzins
  • Nullkupon Anleihen, Anleihen ohne Nominalverzinsung. Die Zins- und/oder Tilgungszahlungen sind an vorher vom Emittenten festgelegte Ereignisse gebunden. 
     

5.

 

Chancen, Risiken und Rechte des Käufers als Kapitalanleger in eine Anleihe

Anleihen bergen wie viele Kapiatalanlagen auch Risiken. Es wird zwischen vier verschieden Risikoelementen unterschieden bei Anleihen.
  • Emittentenrisiko
  • Kursrisiko
  • Liquiditätsrisiko
  • Währungsrisiko
Dies reicht vom Zahlungsverzug des Emittenten bis hin zur Zahlungsunfähigkeit. Dies kann sich durch eine negative Kreditwürdigkeit auch erst Zug um Zug entwickeln, wenn die Tilgungsverpflichtungen nicht fristgerecht bedient werden können. Ratingagenturen übernehmen die Einstufung der allgemeinen Kreditwürdigkeit des Emittenten. Das Marktzinsrisiko kann den Kurs der Anleihe negativ beeinflussen. Wenn das Zinsniveau am Markt steigt und eventuell über den Anleigezins steigt, macht der Anleger beim vorzeitgen Verkauf der Anleihe vor Fälligkeit, Verluste.
  • Anleihen sind stimmrechtslos. Der Käufer hat keine Mitspracherechte
  • Die Anleihen sind nicht besichert
  • Der Käufer erhält vorher definierte feste Zinszahlungen zu einem vereinbarten Stichtag
  • Der Käufer erhält nach Ende der Laufzeit sein Kapital zurück.
  • Kurssteigerungen ermöglichen zusätzliche Gewinne
  • Im Insolvenzfall vorrangigkeit gegenüber z.B. Aktien
  • Anleihen, die in einer Fremdwährung emitiert werden, haben zusätzlich ein Währungsrisiko
  • Anleihen unterliegen einem Inflationsrisiko, wenn die Inflation so stark steigt, dass die Zinsen der Anleihe dies nicht ausgleichen können
     

6.

 

Anleiheformen mit hoher Rendite für sehr risikofreudige Anleger - Worst-of-Strukturen

Es gibt Anleihen, die vor allem Anleger mit hoher Risikobereitschaft und hohen Renditewünschen ansprechen. 

Deren Ausgestaltung sieht zum Beispiel so aus, dass die Renditechancen von der Kursentwicklung von mehr als einer Aktie abhängen und zum Ende der Laufzeitende die Tilgung durch Lieferung der Aktie mit der schlechtesten Wertentwicklung erfolgt (Worst-of-Strukturen).

Es gibt beispielsweise Anleihevarianten mit einjähriger Laufzeit und einem Jahreszinskupon in Höhe von 15 Prozent mit 50-prozentigen Sicherheitspuffer. Dazu zählt die Vontobel-Protect Multi-Aktienanleihe auf die BNP-, die Commerzbank- und die Deutsche Bank-Aktie (ISIN: DE000VN4ELP6)