Abschlussvermittlung mit §32KWG. Finanzanlagenvermittlung mit §34f. 

Die Gesetzgebung reguliert streng die Tätigkeiten der Finanzanlagenvermittler. Wer keine Erlaubnis nach § 32 Kreditwesengesetz (KWG) hat, darf seit dem 19. Juli 2014 keine Abschlussvermittlung mehr durchführen. Der Kunde kann den Vermittler also nicht mehr beauftragen, im Auftrag des Kunden zu kaufen. Die Tätigkeit hat sich auf die "Botenfunktion" reduziert, sofern mindestens ein unterschriebener Zeichnungsschein vorliegt. Vermittler, die sich nicht daran halten, machen sich strafbar.

1.

 

Anlagevermittlung statt Abschlussvermittlung

Finanzanlagenvermittler dürfen nur noch Anlagenvermittlung i. S. v. § 1 Absatz 1a Satz 2 Nummer 1 KWG, jedoch keine Abschlussvermittlung i. S. v. § 1 Absatz 1a Satz 2 Nummer 2 KWG mehr betreiben.

Dies gilt auch für Finanzprodukte, die in § 34f Absatz 1 GewO aufgeführt sind.

Nimmt der Gewerbetreibende nach dem 19.07.2014 trotzdem eine Abschlussvermittlung vor, so ist eine Erlaubnis nach § 32 KWG notwendig, denn es handelt sich sich um einen KWG-pflichtigen Vorgang.

Liegt eine solche Erlaubnis nach § 32 KWG nicht vor, begeht der Vermittler eine Straftat. 

     

2.

 

Was ist die Abschlussvermittlung?

Wenn der Vermittler in fremdem Namen und für fremde Rechnung Finanzprodukte anschafft oder veräußert, erfogt eine Abschlussvermittlung. 

     

3.

 

Was ist die Anlageberatung und Anlagevermittlung?

Bei der Anlageberatung und -vermittlung werden dagegen nur die Aufträge von Kunden entgegengenommen und weitervermittelt

Seit dem 19.07.2014 darf der Finanzanlagenvermittler nur noch Anlagevermittlung (§ 1 Absatz 1a Satz 2 Nummer 1 KWG) vornehmen.