Institutionelle Anleger

Für einige Unternehmen können institutionelle Anleger ein interessanter Baustein in der Gesamtfinanzierung sein. In Zeiten niedriger Zinsen und des Rendite-Drucks, ergeben sich neue Möglichkeiten für innovative Unternehmen. Um die notwendigen Rendite zu erzielen, müssen die institutionellen Investoren oft das Risiko ihrer Anlagen erhöhen, sofern ihnen dies erlaubt ist. Somit ergeben sich häufig Auswirkungen auf die Portfolioaufteilung zwischen typischen Rentenanlagen und anderen Anlageklassen mit höherem Risiko durch Umschichtungen zugunsten risikoreicherer Anlagen.

 

1.

 

Institutionelle Anleger 

Diese Investoren legen das Geld ihrer Mitglieder oft in Spezialfonds an, nutzen Kapitalbeteiligungen oder lassen es in Vermögensverwaltungs-Mandaten betreuen. Dieser Investorenkreis hat eine große wirtschaftliche Bedeutung.

Zu institutionellen Anlegern gehören

  • Banken
  • Versicherungen
  • Beteiligungsgesellschaften
  • Private-Equity- und Mezzanine-Fonds
  • Altersvorsorgeeinrichtungen (Pensionskassen, Versorgungswerke)
  • Stiftungen
  • Kirchen
  • Unternehmen
     

2.

 

Wo investieren institutionelle Investoren normalerweise?

Der Großteil des Investments der Versicherungen und anderer Anleger machen wenig lukrative, aber sichere Staatsanleihen aus. Versicherer investieren ca. 81 Prozent des Portfolios in Renten und Altersversorger ca. 56 Prozent in Renten. Der Rest sind Kapitalanlagen mit höherem Risiko.

Die typischen Assetklassen der instituionellen Anleger

  • Renten
  • Staatsanleihen
  • Unternehmensanleihen
  • Immobilien
  • Aktien
  • Private Equity
  • Unternehmensbeteiligungen
  • Hedgefonds
  • Rohstoffanlagen
     

3.

 

Wer legt das Geld der institutionellen Investoren an?

Die meisten Investoren managen Renteanlagen selbst im eigenen Haus. Alles darüber hinaus, wird in die Hände erfahrener Investmenthäuser gelegt. Die Strategie und der Erfolg der einzelnen Investmenthäuser hängt oft von den verantwortlichen Personen und Fondsmanagern ab. Hier selektieren institutionelle Investoren sehr genau, mit wem sie zusammen arbeiten.

Da es sich hier um klassisches B2B Geschäft handelt, hängt viel vom persönlichen Engagement der Investmenthäuser und der verantwortlichen Personen gegenüber den institutionellen Anlegern ab. Eine gute Kundenbetreuung spielt also eine sehr große Rolle. 

Ausschlaggebend für eine gute Betreuung finden Investoren meist:

  • Eingehen auf spezielle eigene Wünsche
  • Die allgemeine Qualität der Beratung durch das Investmenthaus
  • Die Beratungsquaität der Mitarbeiter

Durch die speziellen Anforderungen und das besser Kundenverständnis liegen oft kleine Investmenthäuser in der Beratung und der Verwaltung von Vermögen vorne.

     

4.

 

Asset Liability Management für institutionelle Investoren

Das Asset Liability Management oder Bilanzstrukturmanagement ist die Abstimmung der Fälligkeitsstruktur der aktiven und passiven Bilanzpositionen und die Steuerung eines damit verbundenen Zinsänderungsrisikos. Daraus kann eine Anlagestrategie entwickelt werden. 

Ziel ist es für die institutionellen Investoren die erwartete Rendite unter der Tatsache ständiger Unsicherheit zu optimieren. Gute Investmenthäuser tun dies für ihre Anleger in einem ständigen Prozess. 

 

   

5.

 

Risikoanalyse für institutionelle Investoren

Investoren benötigen eine effektive Risikoanalyse um strategische Risiken wie Markt-, Zins- oder Währungsrisiken für die Kapitalanlagen einschätzen zu können und die Risikosteuerung des Portfolios zu verstehen und zu managen. Eine systematischen Analyse, Bewertung, Überwachung und Steuerung von Risiken gehört deswegen zu den Anforderungen institutioneller Anleger gegenüber Investmenthäusern.

Folgende Risikobetrachtungen werden Investoren angeboten

  • Analyse und Bewertung aller Anlagen (Markt-/Buchwerte)
  • Ermittlung vorhandener Risikobudgets und der Risikotragfähigkeit
  • Identifizierung von bestehenden und zukünftigen Risikofaktoren
  • Definition von „sicheren“ und „unsicheren“ Ergebnisbeiträgen
  • Quantifizierung notwendiger Renditebeiträge der Wertpapierfonds
  • Berechnung von Value-at-Risk-Kennzahlen
  • Bei vorhandener Risikotragfähigkeit: Zuweisung von Risikobudgets auf einzelne Assets
  • Bei nicht vorhandener Risikotragfähigkeit: Adjustierung von Risiko oder Zielrendite
     

6.

 

Portfoliomanagement für institutionelle Investoren

Eine substanzorientierte und nachhaltige sowie und erfolgreiche Vermögensanlage ist die Voraussetzung für ein erfolgreiches Portfolio. Cashflow-Erfordernisse und Sicherheitsanforderungen der Kunden müssen dabei immer berücksichtigt werden. 

Ein Portfoliomanagement kann folgende Leistungen umfassen:

  • Individuelles Direktbestandsmanagement (Rentendirektanlagen)
  • Europäische Pfandbriefe Portfoliomanagement
  • Multi-Asset-Management für alle weltweiten Märkte auf ETF-Basis
  • Vermögensanlage auf Grundlage eines Vermögensverwaltungsvertrags
  • Beratung und Umsetzung bei individuellen Anlagerichtlinien
  • Ausrichtung des Portfolios gemäß individuelle Anlagerichtlinien und rechtliche Rahmenbedingungen