18 SEP 2014

Gegen ALS, Epilepsie und Demenz - Crowdinvesting erforscht die Heilung von Gehirnkrankheiten

Das Crowdinvesting Unternehmen NeuroProof entwickelt einen Chip, auf dem lebende Nervenzellen zukünftig Tierversuche ersetzen und mit dem Medikamente gegen Gehirnerkrankungen entwickelt werden können.

NeuroProof Forschung ist wichtig für Jung und Alt
Nicht nur ältere Menschen sind von Gehirnerkrankungen betroffen. Epilepsie, Schizophrenie und ALS sind neben Demenz und Alzheimer bei älteren, auch häufig bei jungen Menschen anzutreffen.

Der Welttierschutztag am 4.10.2014 ist Anlass für viele Diskussionen zur Notwendigkeit von Tierversuchen. Tierversuche zur Erforschung von Krankheiten des Gehirns und des Rückenmarks, also des zentralen Nervensystems, kurz ZNS genannt, sind für Versuchstiere besonders belastend und grausam, insbesondere wenn sie bei vollem Bewusstsein durchgeführt werden. Diese Versuche sind oft mit der Notwendigkeit begründet, dass sie dem Erkenntnisgewinn dienen und die spätere Entwicklung von Medikamenten gegen Schizophrenie, Epilepsie oder auch Alzheimer und andere ZNS-Krankheiten ermöglichen.

Dieses Argument verliert zunehmend an Gewicht, da alternative Tierversuchsverfahren kontinuierlich leistungsfähiger werden. „Lab on Chip“ - Methoden mit humanen Zellen oder Zellkulturen stellen derzeit aslternative Werkzeuge in der Medikamentenentwicklung dar, die Tierversuche erübrigen. Vor allem die Kombination von Computer und Zellkulturversuchen in der Petrischale hat sich bereits als wichtige Alternative zum Tierversuch herausgebildet.

Da in den letzten Jahren verstärkt Zellkultursysteme aus umprogrammierten Stammzellen des Menschen in der Petrischale zum Einsatz kommen, kann man so sogar den Umweg über das Tier vermeiden, was gerade in der pharmazeutischen Grundlagenforschung viele Tierversuche unnötig machen wird.

Mit der neuartigen Technologie unseres Crowdinvestings NeuroProof ist es gelungen, ein labortaugliches Modell für diese komplexen Funktionen von Gehirnzellen und ihren Netzwerken zu entwickeln und damit die Kommunikation zwischen den Nervenzellen zu „belauschen“. Mit diesem Ansatz von NeuroProof ist es möglich auch komplexe Gehirnaktivitätsmuster in der Petrischale zu simulieren und neurologische Krankheiten in Ihrer Entwicklung zu untersuchen. Vor allem wie dabei die synaptische Kommunikation zwischen den Nervenzellen verändert wird, ist für die Forscher so leicht festzustellen.  

Wie funktioniert das? Nervenzellen werden auf Neurochips in einer mikroskopisch dünnen Schicht aufgebracht und über mehrere Wochen kultiviert. Dabei vernetzen sich diese Zellen untereinander und senden elektrische Signale aus, ganz wie im Gehirn. Kulturen aus unterschiedlichen Hirnregionen unterscheiden sich dabei in ihrer Zellzusammensetzung und ihrem Aktivitätsmuster. Der Neurochip ermöglicht die Ableitung der elektrischen Aktivität von bis zu 256 Nervenzellen. Das Gehirn passt somit auf einen Chip, der etwa halb so groß wie eine Kreditkarte ist. Mit bloßem Auge ist von den 100.000 Nervenzellen auf dem Mikroelektroden-Array-Chip nichts zu erkennen, doch der Computer macht die „Gehirnströme“, die dann wie ein biologischer Mikroschaltkreis eines Gehirns funktionieren, sichtbar.

Die elektrischen Signale werden zehntausendfach gefiltert und verstärkt und zu einem großen Gesamtmuster zusammengefügt. Dieses „Konzert“, welches die Nervenzellen spielen, wird durch jede Substanz bzw. Krankheit ganz spezifisch verändert. NeuroProof testete in zahlreichen erfolgreichen Projekten für Unternehmen in der Pharma- und Nahrungsmittelindustrie potentielle zukünftige Medikamente gegen Alzheimer, ALS, Epilepsie, Depression und Schizophrenie.

Mehr Informationen zu NeuroProof sowie die Möglichkeit in das innovative Unternehmen zu investieren, gibt es auf der Projektseite.

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