Risikohinweise Vermögensanlagen und Wertpapiere für Anleger | Investoren

Unsere Wirtschaft lebt von der Unterstützung durch Dritte, um sich weiter zu entwickeln und immer wieder neu zu erfinden. Dies gilt für Neugründungen – Startups, aber auch für etablierte Unternehmen, die expandieren wollen oder neue Projekte haben. Mit Ihrem Kapital und Ihrem Investment leisten Sie also einen wichtigen Beitrag zur weiteren wirtschaftlichen Entwicklung des Standorts Deutschland. 

Investments sind aber auch mit vielen Risiken verbunden und sie eignen sich nicht für jeden Anleger.  Sie müssen sich vor einem Investment auf der Beteiligungsplattform DEUTSCHE MIKROINVEST immer über die folgenden Risiken bewusst sein:

Hinweispflicht:
Der Erwerb dieser Vermögensanlagen ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.

 

1.

 

Totalverlust Ihres eingesetzten Kapitals

Bei Startups handelt es sich um junge Unternehmen, die gerade gestartet sind oder kurz vor dem Start der Geschäftsaktivitätund Goto Market stehen. Ziel ist es, ihre Idee und Innovation im Markt zu etablieren. Es besteht die Gefahr und das Risiko, dass ein Startup nicht erfolgreich ist und scheitert. Diese sind sehr hoch und die Einflussfaktoren, die zum Erfolg oder Scheitern beitragen, sind extrem vielfältig. Als Investor in eine Kapiatalanlage eines Startup zu investieren birgt eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, das investierte Kapital zu verlieren. Unterjährig erzielte und anfallende Renditen können einen Totalverlust eventuell nicht kompensieren.  Investieren Sie also nur so viel Geld, wie Sie bereit sind zu verlieren und wie Sie verlieren können, ohne Ihren Lebensstandard zu gefährden. Dies gilt auch für Investments bei etablierten Unternehmen, die schon länger am Markt aktiv sind. Bei jedem Investment ist also ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich.

     

2.

 

Portfolio und Diversifikation zur Risikostreuung

Die Investition in Startups und etablierte Unternehmen sollte aufgrund der Risikostruktur als nur ein Baustein eines Anlage Portfolios betrachtet werden und es sollte lediglich ein kleiner Teil Ihres zur Verfügung stehenden Kapitals in diese Anlageklasse fließen.  Zur Streuung des Risikos innerhalb dieser Anlageklasse sollten Sie nur investieren,  wenn Sie genug Kapital haben, um langfristig in eine Vielzahl von Startups und wachstumsorientierte Unternehmen zu investieren.  Statt wenige große Investitionen zu tätigen, empfiehlt es sich als Anleger zu diversifizieren und viele kleine Summen in viele Unternehmen verteilt zu investieren. 

     

3.

 

Prüfung des Angebotes und Beteiligungsvertrages vor Ihrer Beteiligung

Jedes Ihrer Investments bedarf einer selbständigen, eigenen und kritische Analyse des jeweiligen Beteiligungsangebotes durch Sie. Als vertraglich gebundener Vermittler legt die DEUTSCHE MIKROINVEST großen Wert auf eine transparente, konsistente und verständliche Darstellung der Beteiligungs- und Investmentangebote durch die Emittenten.  Dafür nutzen die Unternehmen die Struktur, über das Projekt, Produkt, das Angebot, das Unternehmen, Markt-Vertrieb und Finanzen zu informieren.

Für die präsentierten Inhalte sind ausschließlich die Unternehmen verantwortlich. Die DEUTSCHE MIKROINVEST übernimmt daher keine Gewähr für deren Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben und prüft auch nicht, ob und inwieweit ein Investment in das Unternehmen wirtschaftlich sinnvoll im Allgemeinen oder für den Investor im Einzelnen ist.

Als Investor müssen Sie selbständig, unabhängig und eigenverantwortlich diese Einschätzung und die Entscheidung für ein Investment treffen. Wirtschaftliche Entwicklungen der Unternehmen sind von der DEUTSCHE-MIKROINVEST.de in keiner Weise beeinflussbar.

Zu jeder Beteiligung gibt es einen Beteiligungsvertrag. Dieser ist die Grundlage der vertraglichen Bindung zwischen Ihnen als Investor und dem Emittenten. Dies ist je Emittent und Emission ein individuelles Dokument, das die maßgeblichen Konditionen des Investmentangebotes beinhaltet und Ihre Rechte und Pflichten als Investor regelt. Lesen Sie sich deswegen vor jeder Investmententscheidung den Beteiligungsvertrag aufmerksam durch.

Lassen Sie sich bei Fragen durch einen unabhängigen, qualifizierten Ansprechpartner beraten.

Da Startups und wachstumsorientierte Unternehmen oftmals durch verschiedene Finanzierungsrunden gehen, kann grundsätzlich auch eine Verwässerung Ihres Investments nicht ausgeschlossen werden, was eine prozentuale Reduzierung Ihrer Beteiligungsquote zur Folge haben kann.

     

4.

 

Kapitalisierung der Beteiligung

Die auf der Plattform DEUTSCHE MIKROINVEST  angebotenen Investments sind langfristig orientiert, haben vom Gesetz her eine Mindestanlagezeit von 24 Monaten und sind deshalb meistens mit einer mehrjährigen Mindestbeteiligungsdauer versehen. Ob eine Kündigung während der Laufzeit möglich ist und zu welchen Bedingungen, können Sie dem Beteiligungsvertrag entnehmen. Eine Übertragung einer Beteiligung ist meist nach Absprache mit dem Unternehmen als Emittentin möglich. Ob damit aber ein Erlös erzielt werden kann, ist unsicher, unter anderem, weil ein Zweitmarkthandel fehlt. Generell sollten Sie davon ausgehen, dass Ihnen Ihr investiertes Kapital erst mit ordentlicher Beendigung des Vertrages  wieder zur Verfügung steht.

     

5.

 

Vertraglich gebundener Vermittler DEUTSCHE MIKROINVEST

Die DEUTSCHE MIKROINVEST bringt auf ihrer Online Beteiligungs- und Vermittlungsplattform kapitalsuchende Unternehmen und Investoren zusammen. Als vertraglich gebundener Vermittler führt die DEUTSCHE MIKROINVEST keine Beratungsleistung, keine Anlageberatung  und keine Empfehlungen durch. Die DEUTSCHE MIKROINVEST ist eine Plattform für Unternehmen, auf der diese ihr Angebot präsentieren können. Investoren müssen sich selbständig über die Angebote informieren und sollten sich im Vorfeld einer Beteiligung über die resultierenden rechtlichen und steuerlichen Folgen informieren.

Risikobelehrung

Bei den Angeboten zur Beteiligung auf DEUTSCHE MIKROINVEST handelt es sich nicht um sogenannte mündelsichere Kapitalanlagen, sondern um Unternehmensbeteiligungen mit Risiken. Eine Kapitalanlage in eine Unternehmensbeteiligung stellt wie jede unternehmerische Tätigkeit ein Wagnis dar. Somit kann prinzipiell ein Verlust des eingesetzten Kapitals des Anlegers nicht ausgeschlossen werden. Der Kapitalanleger sollte stets einen Teil- oder gar Totalverlust aus dieser Anlage wirtschaftlich verkraften können. Die in der Vergangenheit erwirtschafteten Erträge sind kein Indikator für zukünftige Erträge.

 

1.

 

Allgemeiner Hinweis

Nachfolgend werden die Risikofaktoren dargestellt, die für die Bewertung des Marktrisikos der angebotenen Beteiligungen von ausschlaggebender Bedeutung sind. Ebenso die Risikofaktoren, die die Fähigkeit der Emittentin beeinträchtigen können, ihren Verpflichtungen aus dem Beteiligungsvertrag gegenüber den Anlegern nachzukommen.

  • Die Darstellung der Risikofaktoren ersetzt nicht die gegebenenfalls notwendige Beratung durch fachlich geeignete Berater.
  • Eine Anlageentscheidung sollte nicht allein aufgrund dieser Risikofaktoren getroffen werden, da die hierin enthaltenen Informationen eine auf die Bedürfnisse, Ziele, Erfahrungen bzw. Kenntnisse und Verhältnisse des Anlegers zugeschnittene Beratung und Aufklärung nicht ersetzen können.
  • Es wird empfohlen, gegebenenfalls Beurteilungen von fachlich geeigneten Beratern einzuholen.

Im Folgenden werden wesentliche tatsächliche und rechtlichen Risiken, die sich grundsätzlich aus den Geschäftstätigkeiten sowie aus dem Erwerb von Kapitalanlagen wie z.B. Nachrangdarlehen ergeben können, dargestellt.

Die Reihenfolge der aufgeführten Risiken lässt keine Rückschlüsse auf mögliche Eintrittswahrscheinlichkeiten oder das Ausmaß einer potenziellen Beeinträchtigung zu.

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass zusätzliche Risiken sich aus der individuellen Situation des Anlegers sowie aus bisher unbekannten oder als unwesentlich erachteten Sachverhalten ergeben können.

Der Eintritt einzelner oder das kumulative Zusammenwirken verschiedener Risiken kann erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage der Emittentin haben, mit der Folge, dass die Emittentin nicht, oder nur eingeschränkt in der Lage ist, ihre vertraglich vereinbarten Zins-, Gewinnanteils- und Rückzahlungsverpflichtungen aus den Kapitalanlage Beteiligungen wie zum Beispiel (partiarischen) Nachrangdarlehen gegenüber den Anlegern zu bedienen.

Im ungünstigsten Fall kann es zu einer Insolvenz der Emittentin und damit zu einem Totalverlust der Investition kommen.

Maximalrisiko
Das Hauptrisiko der hier angebotenen Kapitalanlagen liegt in der wirtschaftlichen Entwicklung der Emittentin. Deshalb verbindet sich mit dieser Kapitalanlage das Risiko des Teil- oder sogar des Totalverlustes des eingesetzten Kapitals und noch zu zahlender Zinsen und nicht gezahlter Gewinnanteile. Dieses Risiko besteht vornehmlich

  • bei der Insolvenz der Emittentin, weil Ansprüche der Anleger in der Insolvenz nachrangig sind
  • im Falle einer stark negativen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Emittentin, weil Ansprüche der Anleger auf Zahlungen nicht bestehen, wenn hierdurch ein Insolvenzeröffnungsgrund bei der Emittentin herbeigeführt werden würde.

Insbesondere bei einer Finanzierung des Erwerbs einer Kapitalanlage und im speziellen einer Vermögensanlage oder Wertpapierbeteiligung durch einen Kredit, kann es zudem über den Verlust der Kapitaleinlage hinaus auch zur Gefährdung des weiteren Vermögens des Anlegers kommen, da die aufgenommenen Fremdmittel (Kredit) einschließlich der verbundenen Kosten trotz des Teil- und Totalverlustes der Vermögensanlage oder Wertpapieres einschließlich noch nicht gezahlter Zinsen sowie Gewinnanteile weiterhin zurückzuführen sind.

Es wird keine Gewähr für den Eintritt der wirtschaftlichen Ziele und Erwartungen des Anlegers übernommen.

 

     

2.

 

Anlagegefährdende Risiken

Im Folgenden werden die Risiken dargestellt, durch deren Realisierung die prognostizierten Ergebnisse durch die Emittentin nicht erzielt werden und im ungünstigsten Fall zu einem teilweisen oder vollständigen Verlust der Kapitaleinlage des Anlegers führen können.

Geschäftstätigkeit
Es können individuell bei jedem Unternehmen durch die Geschäftsfätigkeit Risiken entstehen, die das Erreichen der Umsatz und Vertriebsziele gefährden und damit  es zu geringeren Zahlungen an die Anleger oder deren Ausfall führen.

Vertrieb der Beteiligungsangebote wie z.B. Nachrangdarlehen
Für die Platzierung eines Vermögensanlage oder Wertpapier Angebotes wie z.B. Nachrangdarlehen besteht keine Platzierungsgarantie. Zur Aktivierung des Vertriebs wäre die Emittentin möglicherweise angewiesen, höhere als die kalkulierten Vertriebsprovisionen zu vereinbaren, weitere Marketingmaßnahmen zu ergreifen bzw. zusätzliche oder abgeänderte Produktvarianten zu entwickeln. Derartige Maßnahmen sind üblicherweise mit z.T. erheblichen Kosten verbunden, wodurch vor allem Nebenkosten ansteigen würden und dies sich auf die Fähigkeit der Emittentin auswirken können, Zinszahlungen und/oder die Rückzahlung der Nachrangdarlehen vorzunehmen.

Außerdem besteht am außerbörslichen Kapitalmarkt ein umfassendes Angebot an alternativen Produkten, so dass nicht auszuschließen ist, dass es der Emittentin nicht gelingt, ausreichende Vertriebskapazitäten zu akquirieren. Dies hätte einen verminderten Zufluss von Anlegergeldern zur Folge, was sich auf die Fähigkeit der Emittentin auswirken könnte, Zinszahlungen und/oder die Rückzahlung der partiarischen Nachrangdarlehen vorzunehmen.

Zahlungsvorbehalte
Für alle Zahlungsansprüche der Anleger gilt ein Zahlungsvorbehalt. Anleger haben gegen die Emittentin nur dann einen Anspruch auf die Zahlung der Zinsen sowie die Rückzahlung des Nachrangdarlehens, wenn durch diesen Anspruch ein Insolvenzeröffnungsgrund bei der Emittentin (Zahlungsunfähigkeit, drohende Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung) nicht herbeigeführt würde (siehe Beteiligungsbedingungen). Daher ist das Bestehen eines Anspruchs der Anleger auf Zahlung von der wirtschaftlichen Situation der Emittentin und insbesondere auch von deren Liquiditätslage abhängig.

Für den Anleger besteht das Risiko, dass er im Falle des Vorliegens eines solchen Zahlungsvorbehaltes keine Zahlungen zum eigentlichen Zinstermin mangels Vorliegens eines Anspruchs von der Emittentin verlangen kann. Wird der Zahlungsvorbehalt nicht beseitigt, hat dies den Totalverlust für den Anleger zur Folge.

Kürzungs- und Schließungsmöglichkeit
Die Emittentin ist berechtigt, jederzeit und ohne die Angabe von Gründen, Zeichnungen, Anteile oder Beteiligungen zu kürzen. Des Weiteren ist die Emittentin durch Beschluss der Geschäftsführung ohne Angabe von Gründen und ohne Zustimmung der Anleger berechtigt, die Zeichnungsfrist zu verkürzen. Insoweit besteht das Risiko, dass dem Anleger nicht die gezeichnete Darlehenshöhe zugeteilt wird und die Anlage eine geringere als die bei der Zeichnung erwartete Rendite aufweist.

Stellt die Emittentin die Platzierung der angebotenen Kapitalanlage vor der Zeichnung der gesamten Tranche ein, steht ihr nicht das den Kalkulationen zu Grunde gelegte Kapital für Investitionen zur Verfügung. Dies kann dazu führen, dass nicht die angestrebten Erträge für die Emittentin und damit auch für den Anleger erwirtschaftet werden können.

Schlüsselpersonen
Durch den Verlust von Kompetenzträgern der Emittentin besteht das Risiko, dass Fachwissen nicht mehr zur Verfügung steht und somit ein qualifiziertes Investitions- und Risikomanagement nicht mehr in vollem Umfang gewährleistet ist. Der Verlust solcher unternehmenstragenden Personen könnte einen nachteiligen Effekt auf die wirt­schaftliche Entwicklung der Emittentin haben. Es besteht das Risiko, dass die Fähigkeit der Emittentin beeinträchtigt wird, Zinszahlungen und/oder die Rückzahlung der partiarischen Nachrangdarlehen vorzunehmen.

Steuern
Zukünftige Änderungen der Steuergesetze sowie abweichende Gesetzesauslegungen durch Finanzbehörden und -gerichte können nicht ausgeschlossen werden. Insoweit können für die Emittentin nachteilige Änderungen des Steuerrechts negative Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit und/oder Ertragslage der Emittentin haben und somit die Fähigkeit der Emittentin beeinträchtigt wird, Zinszahlungen und/oder die Rückzahlung der Nachrangdarlehen vorzunehmen.

Bindungsfrist des Kapitals und Kündigung
Nach der Abgabe der Zeichnungserklärung ist ein Rücktritt vom Vertrag bzw. Widerruf der Erklärung – soweit nicht gesetzlich zwingend vorgeschrieben – nicht möglich. Eine Kündigung des partiarischen Nachrangdarlehens ist zum Ende der Mindestlaufzeit unter Einhaltung einer Kündigungsfrist möglich. Der von dem Anleger eingezahlte Anlagebetrag unterliegt demnach einer mittelfristigen Bindungsdauer. Sowohl die Emittentin als auch der Anleger können die Darlehen zum/nach Ablauf der Mindestlaufzeit kündigen. Sofern die Emittentin ihr Kündigungsrecht ausübt, obwohl der Anleger das Darlehen über die Mindestlaufzeit beibehalten möchte, besteht für ihn das Risiko, dass seine Anlage eine geringere als die von ihm erwartete Rendite aufweist.

Rangstellung der Ansprüche
Die Anleger können nicht von der Emittentin verlangen, dass ihre Zins- und Rückzahlungsansprüche gegenüber anderen Ansprüchen vorrangig ausgezahlt werden, soweit diese anderen Ansprüche im gleichen Rang mit den Ansprüchen der Anleger stehen, auch nicht gegenüber Anlegern aus weiteren, von der Emittentin ausgegebenen anderen Finanzierungstiteln.

Im Falle der Liquidation der Emittentin sind die nachrangigen Ansprüche der Anleger erst nach einer etwaigen Befriedigung dinglich besicherter Ansprüche anderer Gläubiger (z. B. Kreditinstitute) sowie anderer nicht nachrangiger Gläubiger (z.B. Lieferanten) zu bedienen.

Im Falle der Eröffnung eines Insolvenzverfahrens über die Emittentin kann der Anleger seine Ansprüche (Zinsen, Gewinnanteile, Rückzahlung) gegenüber dem Insolvenzverwalter nur als nachrangiger Insolvenzgläubiger geltend machen. Zahlungen an den Anleger aus der Insolvenzmasse erfolgen erst dann, wenn alle ihm vorgehenden Ansprüche, insbesondere die nicht nachrangigen Ansprüche, vollständig erfüllt wurden. Die Höhe der tatsächlichen Zahlungen ist damit abhängig von der Höhe der Insolvenzmasse. Reicht die Insolvenzmasse nicht aus, um auf nachrangige Forderungen im Insolvenzverfahren Zahlungen zu leisten, hätte dies für den Anleger den Totalverlust des partiarischen Nachrangdarlehens zur Folge.

Mitwirkungs- und Vermögensrechte
Die Nachrangdarlehen begründen ausschließlich schuldrechtliche Ansprüche gegenüber der Emittentin auf laufende Zinszahlungen und Rückzahlung des eingesetzten Kapitals zum Zeitpunkt der jeweiligen Fälligkeit. Die partiarischen Nachrangdarlehen gewähren keine Teilnahme-, Mitwirkungs- und Stimmrechte in Bezug auf die Emittentin.

Verwässerung
Die Emittentin ist berechtigt, weiteres Kapital aufzunehmen, das im gleichen Rang mit den partiarischen Nachrangdarlehen steht oder im Rang vorgeht. Ein Bezugsrecht besteht in diesem Fall für die Anleger nicht, so dass das Risiko besteht, dass die Höhe der Zinszahlungen durch die Aufnahme weiteren Kapitals geringer als kalkuliert ausfallen.

Keine Einlagensicherung
Partiarische Nachrangdarlehen sind Kapitalanlagen, für die weder eine gesetzliche noch eine vertragliche Einlagensicherung besteht.

     

3.

 

Anlegergefährdende Risiken

Die nachfolgenden Abschnitte stellen die Risiken dar, die nicht nur zu einem Verlust des Darlehensbetrages des Anlegers führen können, sondern darüber hinaus auch das weitere Vermögen des Anlegers gefährden können.

Handelbarkeit, Übertragbarkeit
Die angebotenen Nachrangdarlehen sind mit Zustimmung der Emittentin durch Abtretung frei übertragbar. Die Nachrangdarlehen sind jedoch nicht an einem organisierten Markt handelbar. Ihre Veräußerbarkeit ist insofern eingeschränkt. Eine Veräußerung der partiarischen Nachrangdarlehen ist nur durch einen privaten Verkauf durch den Anleger oder ggf. durch Vermittlung der Emittentin möglich. Dabei kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich kein Käufer findet, so dass der Anleger erst nach Kündigung des Nachrangdarlehens zum Ablauf der Mindestvertragsdauer ausscheiden und nicht vor der Kündigung über sein eingesetztes Kapital verfügen kann oder das partiarische Nachrangdarlehen nur zu einem geringeren Erlös veräußerbar ist.

Fremdfinanzierung
Den Anlegern steht es frei, den Erwerb der partiarischen Nachrangdarlehen ganz oder teilweise durch Fremdmittel zu finanzieren. Doch wird darauf hingewiesen, dass sich hierdurch die Risikostruktur der Anlage erhöht. Die Rückführung der Fremdmittel und die mit der Finanzierung verbundenen Zinszahlungen sind von dem Anleger zu bedienen, unabhängig von der Rückzahlung des partiarischen Nachrangdarlehens und der Leistung von Zinszahlungen durch die Emittentin.

Steuern und Gesetz
Trotz des grundsätzlich bestehenden sog. Rückwirkungsverbotes kann nicht ausgeschlossen werden, dass Nachrangdarlehen von künftigen Steuer-, Gesellschafts- oder anderen Rechtsänderungen derart betroffen sind, dass auf Zinszahlungen ein entsprechender Abschlag vorgenommen werden muss und somit die kalkulierten Renditen nicht (mehr) erzielt werden können.