Werbung für Vermögensanlagen

Das Vermögensanlagengesetz regelt die einzelnen Finanzinstrumente und was Emittenten gegenüber Investoren kommunizieren dürfen und müssen. Dazu gehört auch der Auftritt in der Werbung . 

1.

 

Der § 12 des VermAnlG regelt die Bewerbung von öffentlich angebotenen Vermögensanlagen. Der Emittent und Anbieter muss Sorge tragen, dass in der Werbung, in der auf wesentliche Merkmale der Vermögensanlage hingewiesen wird, ein Hinweis auf das Verkaufsprospekt und dessen Veröffentlichung aufgenommen wird.

Es ist ein deutlich hervorgehobener Warnhinweis aufzunehmen:

„Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.“

Online Werbung

Sofern die Werbung in elektronischen Medien erfolgt und ausschließlich aus weniger als 210 Schriftzeichen besteht, kann der Warnhinweis in einem separaten Dokument erfolgen. Der Link ist jedoch deutlich hervorzuheben und als „Warnhinweis“ zu kennzeichnen.

Werbung für feste Verzinsung

Enthält die Werbung Angaben zur Rendite, die nicht nur eine vertragliche feste Verzinsung der Vermögensanlage wiedergibt, so ist folgender Hinweis aufzunehmen:

„Der in Aussicht gestellte Ertrag ist nicht gewährleistet und kann auch niedriger ausfallen.“

Werbung mit der BaFin ist untersagt

Des Weiteren ist zu beachten, dass die Werbung keinen Hinweis auf die Befugnisse der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht nach dem VermAnlG enthalten darf.

Vermögensanlagen dürfen nicht als Fonds beworben werden

Auch ist die Verwendung des Begriffs „Fonds“ oder eines Begriffs der diesen enthält für die Bezeichnung der Emittentin oder die Vermögensanlage nicht gestattet.

       
 

Knut Haake Autor

 

Artikel vom: 10.08.2015

Autor: Knut Haake

 

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